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Ihr Reiseziel: Türkei / Länderinfo Türkei

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Verhaltensknigge für die Türkei

Was man unbedingt beachten sollte…

Begrüßung:

Um Bekannte, Freunde und Verwandte zu begrüßen wird sich entweder die Hand gegeben oder auch ein Küsschen auf jede Wange. Älteren Menschen wird in der Türkei sehr viel Respekt entgegengebracht. Es ist daher nicht unüblich, einen älteren Menschen mit Handkuss zu begrüßen. Diese Geste drückt die eigene Unterlegenheit aus.
Es ist nicht gerne gesehen, wenn Männer und Frauen auf offener Straße Zärtlichkeiten miteinander austauschen.

Anrede:

Nach dem Vornamen werden Frauen mit „Bayan“ oder „Hanim“ und Männer mit „Bey“ angesprochen. Z. B. Ali Bey oder Fatimah Hanim!

Reizthemen vermeiden:

Besonders wichtig ist es in der Türkei, dass Atatürk niemals in einer Diskussion beleidigt wird. Des Weiteren sollten Themen zur Kurdenfrage, Religion und Infragestellungen der Regierung und der Politik möglichst vermieden werden.

Handzeichen:

Mit dem Finger auf Menschen zu zeigen ist in der Türkei strengstens untersagt. Auch das bei uns bekannte Taucher-OK-Zeichen aus einem Ring aus Zeigefinger und Daumen gilt in der Türkei als üble Beleidigung. Diese Geste kommt dem ausgestreckten Mittelfinger in Deutschland gleich.

Im Restaurant

Am Tisch in Restaurants in der Türkei sollte es tunlichst vermieden werden, sich die Nase zu putzen. Dies stellt eine große Unhöflichkeit gegenüber anderen Gästen im Restaurant dar. Wenn sich ein Naseputzen nicht vermeiden lässt, sollte man sich dazu also vom Tisch entfernen.
Sehr häufig bekommt man in der Türkei Tee angeboten, welcher regelmäßig nachgeschenkt wird. Ist kein weiterer Tee mehr erwünscht, so legt man den beigefügten kleinen Löffel quer über das Teeglas. Die Rechnung auf mehrere Personen am Tisch aufzuteilen ist in der Türkei nicht üblich; die Rechnung sollte immer nur von einer Person beglichen werden.

Moscheebesuch

Eine Moschee ist für gläubige Türken ein sehr heiliger Ort. Mit dementsprechendem Respekt sollte man sich auch in einer Moschee verhalten. Die Schuhe sind dabei immer auszuziehen und Körperteile wie Oberarme und Beine zu bedecken. Für Frauen ist außerdem auch eine Kopfbedeckung, z. B. durch einen Hut oder ein Tuch, Pflicht. Gerät man, was vermieden werden sollte, während der Gebetszeiten in eine Moschee, so ist ruhiges Verhalten obligatorisch. An Betenden sollte nicht vorbeigegangen werden, da dies das gerade stattfindende Gebet wirkungslos machen würde.

Fastenzeit = Ramadan

Während des Ramadan essen und trinken Türken nur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Dies sollte von Urlaubern, die sich während des Ramadan in der Türkei aufhalten respektiert werden. Es ist eine freundliche Geste, wenn Touristen während dieser Zeit darauf verzichten, in der Öffentlichkeit zu rauchen, zu essen oder Alkohol zu trinken.

Familie

In der Türkei ist der Familienzusammenhalt sehr wichtig – niemals sollte man sich als Gast der Türkei darüber lustig machen. Es ist nicht selten, dass auch Erwachsene Türken bis zur Hochzeit bei Ihren Eltern wohnen.

Zu Gast in einem türkischen Haus

Betritt man als Gast ein türkisches Haus oder eine türkische Wohnung, so ist es ein Zeichen von Höflichkeit und Respekt, sich vorher die Schuhe auszuziehen.

Kleidung

Für Türken ist es häufig recht seltsam, wenn Frauen außerhalb vom Strand- und Poolbereich sehr viel Haut zeigen. Dies wird oft als billig angesehen. Um respektvoll von den Türken behandelt zu werden, und auch um sich wohler zu fühlen, sollte man sich angemessen kleiden. Kurze Hosen und freie Oberkörper bei Männern sind tagsüber am Strand kein Problem, abends sollte in Städten und Dörfern jedoch darauf verzichtet werden.

FKK

Zwar gibt es einige hoteleigene Strände und Poolbereiche, an denen FKK geduldet wird, gerne gesehen wird es jedoch nirgendwo in der Türkei. Auch in einem Hammam gilt es als Unart, sich vollständig nackt zu zeigen.
Souvenirs
Es sollte tunlichst vermieden werden, Steine, Bruchstücke antiker Säulen oder Mauern mit nach Hause zu nehmen. Selbst mitgenommene Muscheln können bei der Ausreise am Zoll zu Problemen führen.

Gastgeschenke

Es gilt als tiefe Beleidigung, wenn ein Gastgeschenk nicht angenommen wird. Allein aus Höflichkeitsgründen sollten solche Geschenke also niemals abgelehnt werden. Bei angebotenen Getränken verhält sich dies ähnlich: Wenigstens probieren sollte man das dargereichte Getränk.

Ramadan

Touristen müssen innerhalb der touristischen Regionen mittlerweile nicht mehr mit Einschränkungen rechnen, wenn sie sich während des Fastenmonats Ramadan in der Türkei aufhalten, da sich die Türkei zu einem modernen Land entwickelt hat. Ein hoher Prozentsatz der Türken hält den Ramadan ein, wenn auch nicht immer aus tiefen religiösen Gründen. Oft spielen auch die Familientradition und das gesellige Zusammensein von der gesamten Familie und von Freunden, nachdem der Muezzin gerufen hat, eine große Rolle. Dann wird gemeinsam gegessen, getrunken und sich unterhalten.
Die Gelegenheit, während des Ramadans als Gast bei einer türkischen Familie eingeladen zu sein, sollte unbedingt genutzt werden, denn gerade dann gibt es sehr reichhaltiges und geschmackvolles Essen. Es ist außerdem eine gute Gelegenheit, die türkische Kultur näher kennen zu lernen, auch wenn kein Türke von einem Nicht-Moslem verlangen würde, den Ramadan einzuhalten.
Da der Zeitpunkt des Ramadan nach dem Mondkalender berechnet wird, verschiebt sich die Zeit des Fastens um jährlich etwa elf Tage nach vorne.

Respekt vor dem Alter

Für deutsche Gäste in der Türkei ist es oft erstaunlich, dass jüngere Türken Älteren mit sehr großem Respekt begegnen. Als Ausdruck dieses Respekts wird zur Begrüßung mit der rechten Hand des älteren in der Hand eine Verbeugung angedeutet. Anschließend wird diese Hand zuerst zum Kinn geführt und dann an die eigene Stirn gedrückt.