Essen und Trinken

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Kleine Restaurant-Kunde

Italienische Gastronomie-Betriebe:

  • Ristorante: Restaurant mit einer vielfältigen Auswahl an Speisen und Getränken.
  • Trattoria: Kleines, italienisches Speiselokal mit meist familiärer Atmosphäre. Hier werden einfache Speisen zubereitet und hier muss das Gedeck extra bezahlt werden. Gerade im ländlichen Raum prägen Trattorien den Gastronomischen Raum. In der Mittagspause wird in Trattorien in der Stadt oft nur ein Gericht angeboten. Abends haben diese oft geschlossen. Achtung: In italienischen Trattorien gibt es meist keine Pizza.
  • Osteria: In einer Osteria wird vor allem Wein getrunken. Die Weinkarte beinhaltet oft nur lokale Weine und ist daher nicht besonders umfangreich. Nicht der Somelier, sondern die Kellner und der Wirt geben Auskunft über die angebotenen Weine. Meist werden in einer Osteria auch kleinere Mahlzeiten serviert.
  • Paninoteca: In einer Paninoteca werden hauptsächlich belegte Brötchen verkauft.
  • Spaghetteria: Wie der Name es schon verrät werden in einer Spaghetteria ausschließlich Spaghettigerichte in verschiedenen Variationen angeboten.

Die italienische Menüfolge:

  • Antipasti – Vorspeisen  z. B. gegrilltes Gemüse, Parmaschinken mit Melone, Carpaccio, Caprese (Tomaten, Mozzarella), Vitello tonnato (gekochtes Kalbfleisch in hauchdünnen Scheiben, mariniert mit Thunfischscheiben)
  • Primo Piatto – 1. Hauptgang  z. B. Pasta, Risotto, verschiedene Suppen
  • Secondo Piatto – 2. Hauptgang  z. B. Fischgerichte, Fleischgerichte, Pilzgerichte
  • Dolci – Nachspeisen  z. B. Tiramisu, Eis, Kuchen, Torten, Obst, Panna cotta

Darüber hinaus findet man auf der Speisekarte meist noch Beilagen („contorni“).

Achtung:

  • In Italien kann das Nudelgericht („primo piatto“) oft nicht ohne Hauptgericht („secondo piatto“) bestellt werden.
  • Rechnungen werden – wie in den meisten südeuropäischen Ländern üblich – mur tischweise, nicht einzeln, beglichen.
  • Die Speisekarte weist meist zusätzlich einen Betrag für Brot und Gedeck („pane e caperto“) aus, der zwischem €1,- bis € 3,- pro Person liegt.

Die Speisekarte:

Ähnlich wie in Deutschland erhält man in Italien, wenn man nach der Speisekarte fragt eine gedruckte oder handgeschriebene Speisekarte mit den einzelnen Gerichten ausgehändigt. Es kann allerdings auch vorkommen, dass die Speisekarte auf einer Tafel in einer Ecke des Restaurants oder auch bereits vor dem Eingang des Lokals steht, um Laufkundschaft anzulocken. Nicht selten zählt der Kellner die verschiedenen Gerichte auch mündlich auf. Manchmal kann dies sehr schnell sein, so dass es schwierig wird, alles beim ersten Mal aufzunehmen. Preise werden bei diesen mündlichen Angaben fast nie mit genannt, es kann also zu bösen Überraschungen kommen, gerade wenn man ein potentiell sehr teures Gericht, wie „Tagliatelle mit Trüffel“ oder ein „Florentiner Steak“ bestellt. In touristisch bereits erschlossenen Gebieten können die meisten Kellner meist ein wenig deutsch oder englisch. Somit ist das Bestellen von Speisen meist kein Problem. In etwas entlegeneren Gebieten Italiens sollte man sich mit einem Taschenwörterbuch und viel Geduld ausstatten, wenn man ein Lokal betritt.

   

Kleine Kaffee-Kunde

Caffè ist eine Leidenschaft, die zu Italien gehört wie die Sonne – die sich aber leichter exportieren lässt!

Noch vor dem Frühstück begrüßen die Italiener den Tag mit einem Caffè. Der Tag wird auch sehr häufig, je nach belieben, durch einen Caffè zwischendurch unterbrochen. Mit Kaffee lässt sich Abstand zur Arbeit gewinnen, ein nettes Gespräch führen oder er ist guter Begleiter bei einem versöhnlichen Gespräch oder bei der Vorbereitung auf einen netten Abend.

Italienische Kaffee-Spezialitäten:

  • Espresso: intensives Aroma, cremig und sanft im Geschmack, serviert in einer dickwandigen Espressotasse. Auch Cafè oder Solo genannt.
  • Doppio: doppelter Espresso, serviert in einer Cappocino -Tasse
  • Ristrette / Corto: für wahre Espressoliebhaber. Sehr stark und aromatisch. Perfekt am Morgen!
  • Lungo: „verlängerter“ Espresso mit der doppelten Wassermenge bei gleicher Kaffeemenge – ideal nach dem Essen!
  • Macchiato: „gefleckter“ Espresso mit einer kleinen Milchschaumhaube.
  • Caffè Mocca: 1/3 Espresso, 1/3 gekochte Milch und 1/3 Kakao, in einem hohen Glas serviert. Das Getränk kann auch mit 1 bis 2 Esslöffeln Schokoladensirup und mehr Milch gemacht werden.
  • Caffè Americano: hierfür wird ein Espresso mit noch einmal derselben Menge heißen Wassers verlängert. Ersetzt nach Meinung Vieler einen Filterkaffee.
  • Caffè Freddo: stark gesüßter und mit Wasser verlängerter Espresso, der – gut gekühlt – vor allem im Sommer serviert wird.
  • Caffè Coretto: mit einem Schuss (ca. 10 ml) Grappa, Weinbrand oder Likör „korrigierter“ Espresso – ideal für kalte Wintertage!
  • Caffè Latte: Milchkaffee auf Espressobasis, oft zum Frühstück getrunken.
  • Cappuccino: 1/3 Espresso, 1/3 heiße Milch und 1/3 Milchschaum, oftmals verfeinert durch etwas Kakao auf dem Schaum. In Italien ist der Cappuccino das beliebteste Frühstücksgetränk, wird aber auch gern zwischendurch zu einem süßen Gebäck genossen.
  • Latte Macchiato: 2/3 heiße Milch, 1/3 aufgeschäumte Milch und ein Espresso, der durch den Milchschaum hindurchgegossen wird – alles im Glas serviert. Wie beim Cappuccino gilt: Weder vor noch nach dem Essen trinken, sondern vormittags als Frühstücks- oder zwischendurch als Pausengetränk.

„Sospenso“:

Dies ist ein Espresso für einen guten Zweck. „C`è un sospenso?“ hört man es täglich in den Kaffeebars von Neapel rufen. Das bedeutet: „Gibt es einen Aufgehobenen?“ und liegt in einer alten neapolitanischen Tradition begründet. Das Prinzip: Hatte man einen schönen Tag, ist ein gutes Geschäft gelungen oder möchte man einfach einen sozialen Beitrag leisten, bestellt man einen „sospenso“. Das heißt, man trinkt einen Espresso und bezahlt zwei. Kommt jemand vorbei, der sich keinen Espresso leisten kann, fragt dieser nach dem „Aufgehobenen“ und kann ihn kostenlos trinken.

   

Kleine Pasta-Kunde

Italienische Pasta-Spezialitäten:

  • Agnalotti: runde, sternförmig gefüllte Teigtaschen
  • Cannelloni: dicke Röhrennudeln, die gefüllt werden
  • Chifferi: kurze Hörnchennudeln, die innen hohl und an der Außenwand gerillt sind.
  • Conchiglie: nach innen geformte Nudeln, die wie Muscheln aussehen.
  • Farfalle: kurze, breite Nudeln mit gezacktem Rand, die schmetterlingsförmig zusammengedrückt werden.
  • Fettucine: breite Bandnudeln
  • Fusilli: spiralförmige, korkenzieherartige Nudeln.
  • Lasagne: flache Nudelplatte, die für Lasagnegerichte oder zu Röhren gerollt für Cannelloni verwendet werden.
  • Maccheroni: lange, dicke Röhrennudeln, die innen hohl sind.
  • Pappardelle: breite Bandnudeln mit wellenartigem Rand, eine Spezialität aus der Toskana.
  • Penne: kurze Röhrennudeln, die schräg geschnitten und innen hohl sind.
  • Ravioli: viereckige, gefüllte Teigtaschen mit versiegelten Rändern.
  • Rigatoni: kurze, dicke Röhrennudeln mit gerillter Oberfläche.
  • Spaghetti: lange, dünne Nudelschnüre, die in verschiedenen Längen erhältlich sind. Spaghettini sind noch dünner als die herkömmlichen Spaghetti.
  • Tagliatelle: schmale Bandnudeln, die meist zu kleinen Nestern zusammengerollt sind.
  • Tortellini: runde, gebogene Nudeltaschen, die meist mit einer Mischung aus Fleisch, Mortadella und Käse gefüllt sind.
  • Tortelloni: ebenfalls gefüllte Nudeltaschen, die aber etwas größer sind als Tortellini.
  • Trenette: schmale Bandnudeln

„Pasta secca“ und „pasta all’ uovo“:

In Italien unterscheidet man zwischen zwei Sorten von getrockneten Nudeln. Als „pasta secca“ bezeichnet man alle Teigwaren, die aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt sind. Werden dem Teig noch Eier hinzugefügt, so spricht der Italiener von „pasta all’ uovo“. Diese Teigsorte wird z. B. für Tagliatelle oder Fettucine und auch für alle gefüllten Teigwaren verwendet

Italienische Nudelsaucen:

  • All' amatriciana: würziger, aus frischen Tomaten, Speck und scharfem Pecorino-Käse bereiteter Sugo, benannt nach der Hirtenstadt Amatrice.
  • All' amatriciana: die scharfe Variante mit Peperoni
  • Alla bolognese: Hackfleisch, Möhren, Staudensellerie und wenig Tomaten werden über drei Stunden geköchelt und z. B. mit hausgemachten Tagliatelle serviert.
  • Alla carbonara: beim Originalrezept wird an die Spaghetti nichts anderes als gebratener Speck, Pfeffer und Eigelb herangelassen.
  • Al pomodoro: Tomatensauce mit vielen frischen Tomaten.
  • Alla puttanesca: zu verschiedenen pikanten Tomatensaucen werden gehackte Oliven, Kapern und Sardellen hinzugefügt.
  • Con pesto alla genovese: Basilikum, Pinienkerne und Parmesan werden in einem Mixer oder mit dem Pürierstab (auch mit eine Mörser möglich, macht allerdings sehr viel mehr Arbeit) zu einer Mus zerkleinert, dabei wird langsam Olivenöl zugegossen.
  • Con burro e salvia: Butter und Salbei passen am besten zu gefüllten Nudeln.

Kleine Wein-Kunde

Kleines Wein-ABC:

  • Abgang: auch „Finale“ genannt. Geschmackseindruck, der nach dem Hinunterschlucken des Weins bleibt. Positiv wird ein langer Abgang bewertet.
  • Amabile: mittelsüß, lieblich
  • Annata: dies ist der italienische Ausdruck für Jahrgang. Er bezeichnet außerdem einen jungen, schon im Jahr nach der Lese freigegebenen Wein.
  • Bianco: Weißwein
  • Chianti: Rotwein aus der Toskana. Früher war „Chianti“ ein Sammelbegriff für italienischen Wein. Im Geschamck harmonisch, herb, würzig, leichtes Tannin mit samtigem Abgang.
  • Frizziante: Ein leicht perlender Schaumwein, der entweder nur teilweise in der Flasche vergoren ist oder dem Kohlensäure hinzugefügt wurde. Sehr bekannt sind Prosecco und Moscato d`Asti frizzante. Die Bezeichnung ist auch bei Freisa und Lambrusco üblich.
  • Grappa: Eine hochprozentige Spirituose, die aus vergorenem Traubentrester (Rückstände der Weinmaische, z. B. Stängel, Schalen, Kerne) destlliert wird und als Digestiv geschätzt wird.
  • Lambrusco: Ein überwiegend in der Gegend um Modena, Parma und Reggio nell`Emilia produzierter perlender, fruchtiger Rotwein.
  • Prosecco: diese weiße Rebsorte wächst nur im Nordosten Italiens in einer kleinen Region der Provinz Treviso in der Region Veneto. Aus dieser Rebsorte werden Perlweine, Schaumweine sowie normale Weine gekeltert.
  • Qualität: Diese wird aufsteigend durch die Prädikate Vino da tavola, IGT (Indicazione Geografica Tipica), DOC (Denominazione di origine controllata), und DOCG (Denominiazione di Origine Controllata e Gerantita) gekennzeichnet. Leider kann diese Kennzeichnung nicht immer als aussagekräftig verstanden werden, da aufgrund verwirrender Richtlinien teilweise auch hochwertige Weine mit geringerem Prädikat verkauft werden.
  • Reblaus: Dieses winzige Insekt ernährt sich von den Wurzeln der Rebstöcke und zerstört diese damit. Diese Laus kam Mitte des 19. Jhdts. Mit Reben aus Amerika nach Frankreich und trat von dort seinen Vernichtungszug durch Europa an. Rund vier Jahrzehnte später gelang erst die Immunisierung der Wurzelstöcke. Zuvor hatte die Reblaus immense Schäden angerichtet, von denen sich manche Gebiete nie wieder richtig erholt haben und daher nie wieder mit Reben bepflanzt wurden.
  • Riserva: Ein mindestens 2 Jahre alter, in Flasche oder Holzfass gelagerter Wein erhält dieses Prädikat.
  • Rosata: Rosèwein
  • Rosso: Rotwein
  • Secco: Trocken
  • Spumante: italienischer Schaumwein
  • Tannin: In den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben kommt ein Gerbstoff vor, der konservierend wirkt und den Wein dadurch zu längerer Haltbarkeit verhilft. Dieser Stoff wird auch von Eichenfässern an den Wein abgegeben und verleiht dem Wein den teils typischen, etwas bitteren und holzigen Geschmack.
  • Weinstein: In dem Wein in der Flasche setzen sich Kristalle auf dem Boden der Flasche ab, wenn die Säure im Wein sich in der Flasche abbaut. Diese Ablagerung ist völlig natürlich und kein tatsächlicher Reklamationsgrund. Die Qualität des Weines wird dadurch in keiner Weise reduziert.

Typisch italienische Weinspezialitäten:

In allen Regionen Italiens wird Weinanbau betrieben. Daher sind die Weinregionen mit den politischen Regionen identisch. Die bereits 3000 Jahre alte Weinkultur Italiens hat den Wein in Italien zu einem Grundnahrungsmittel gemacht. Die Qualität der Weine kann durch die unterschiedlichen Klimazonen in Italien unterschieden werden. Im Norden werden elegantere, feine Rot- und Weißweine erzeugt, was auf die hohe Sonnenscheindauer bei verhältnismäßig geringen Temperaturen zurückzuführen ist. Auch der Appenninen-Gebirgszug ist für dieses kühlere Klima verantwortlich. Im Süden werden vor allem schwere, extraktreiche Weine gekeltert, da dort mit viel Sonne und trockenheißen Temperaturen exzellente Bedingungen für solche Weine herrschen.

Welcher Wein kommt aus welcher Region?

  • Abruzzen: Montepulciano d`Abruzzo, Tebbiano d`Abruzzo
  • Emilia Romagna: Sangiovese, Lambrusco, Pignoletto, Gutturnio, Bonaria, Trebbiano, Albano
  • Kalabrien: Cirò
  • Ligurien: Cinque Terre
  • Lombardei: Fraciacorta, Oltrepò Pavese, Valpolicella, Sassella, Inferno, Grumello, Bonario, Barbera, Spumante Brut
  • Piemont: Alba, Acqui, Asti, Barolo, Carema, Riserva, Colli Tortonesi, Gattinera, Gavi, Lanhe, Monferrato, Nebbiolo, Ovada
  • Sardinien: Cagliari, Monti, Nuragus, Ogliastra
  • Sizilien: Etna Wein, Noto Wein, Passito di Pantelleria, Marsala, Nero d`Avola
  • Toskana: Chianti, Nobile di Montepulciano, San Grimignano, Val di Cornia, Elba
  • Umbrien: Orvieto, Forgiano
  • Veneto: Amarone, Bardolino, Lugana

Essen und Trinken